Christine LU. Surma
Mensch und Hund in Beziehung
Christine schaut mit Hund in eine Richtung

Was wäre wenn – Müssen. Können. Dürfen.

Wenn ich nur darf was ich soll
aber nie kann
wenn ich will
dann mag ich auch nicht
wenn ich muss.

Wenn ich aber darf
wenn ich will
dann mag ich auch
wenn ich soll
und dann kann ich auch
wenn ich muss.
Denn die, die können sollen,
müssen wollen dürfen.

Ganz schön eng

Wie oft am Tag sagst du unbewusst „Ich muss“. Ich muss antworten, ich muss arbeiten, ich muss noch schnell. Ein häufiges Muster im Alltag spiegelt sich auch in der Aussage: “Ich muss nur noch schnell, dann kann ich …”
Auch im Zusammenhang mit unseren Hunden, bzw. ihrem Verhalten, geschieht das sehr häufig. „Er muss doch mal aufhören mit, dann..“ oder „Er muss sich erst hinsetzten, dann..“

Aus Sicht des Nervensystems ist das keine Kleinigkeit, sondern Ausdruck eines gestressten Zustands.

Wenn dein Nervensystem, oder das deines Hundes, unter Spannung steht, fühlt sich dein Hund getrieben. Er gerät förmlich unter Druck.
Damit in einen unregulierten, inneren Zustand.
Oft wirken Hunde, und auch Menschen, dann hektisch oder fahrig. Nahezu Kopf-los. Eine starke Aktivierung, die, wenn Gefahr im Verzug ist, sinnvoll ist. Wenn dies jedoch nicht (mehr!) der Fall ist, kommt es zu einer Überaktivierung des Nervensystems. Ein Muster, welches ich häufig bei Hunden mit Geschichte wahrnehme.

Ich arbeite überwiegend mit Hunden aus dem Tierschutz. Oft wissen wir wenig darüber, was sie erlebt haben. Häufig ist Angst oder Panik aufgrund von Traumata, meistens mindestens Befürchtungen im Spiel.

Wenn ich solche Menschen mit ihren Hunden berate, berührt es mich immer wieder, mit zu erleben, dass es möglich ist, solche anstrengenden Muster zu verändern.

Raum ermöglichen

Dann geschieht Entspannung. Eine Analyse der tatsächtlichen Situation wird möglich. Der Druck weicht, und aus einem Müssen wird ein Können, ein Dürfen.
Ent-LASTUNG – Regulation. Weniger Konflikt, mehr Vertrauen.

Vielleicht muss dein Hund jetzt nicht an einem Artgenossen vorbeigehen. Vielleicht braucht er einfach einen Moment Zeit, und kann sich dann mit weniger Stress in Bewegung setzten. Weil er innerlich einen Schritt zurücktreten darf, und er mehr Raum bekommt, den du für ihn hälst. Weil du die Bedingungen ein wenig für ihn und euch verändert hast.

Wie kannst du Herausforderungen für dich und deinen Hund so gestalten, dass es für euch leichter wird?

Erlaube dir und deinem Hund zu dürfen, statt zu müssen. Damit euer sicherer Beziehungsraum entsteht, in dem ihr zusammen wachsen könnt.

Porträt Christine LU. Surma

Autorin: Christine LU. Surma

Ich unterstütze Menschen dabei, eine echte Beziehung zu ihrem Hund aufzubauen. Für ein entspanntes Miteinander, eine klare Kommunikation und tiefes Vertrauen.
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