Die Welpenzeit ist eine WUNDERbare Phase, aber sie ist auch anstrengend für Mensch wie Hund. Warum? Weil es um Erziehung geht. Darüber zu sprechen, zu lesen oder Videos zu schauen ist einfach. Wie aber geht Erziehung konkret für dich und deinen Welpen? Welche Überlegungen darfst du dabei anstellen. Wie hast du bisher überhaupt darüber nachgedacht?
So gut wie Jede:r hat RatSCHLÄGE für dich parat. Die sind häufig nicht hilfreich. Zudem erzeugen sie nicht selten ein enormes Durcheinander in deinem Kopf. Das wiederum fühlt sich, verständlicherweise, ziemlich überfordernd an.
Impuls 1: Action, spielen, ausLASTEN – Wie wäre es mit Ruhe lernen und ganz viel schlafen!
Ruhe schafft Sicherheit und ermöglicht fokussiertes Lernen.
Begriffe wie Auslastung, Hundekontakte zum Spielen und Sozialisierung fallen häufig direkt, wenn es darum geht, was ein Welpe braucht.
Darüber kannst du gerne nachdenken, und natürlich sind das wichtige Themen.
Zum Erstaunen der aller – ist es der Schlaf, der für mich elementar erscheint! Soviele Eindrücke, Reize und Erlebnisse hat dein Welpe täglich zu verarbeiten. Sein Nervensystem reift noch. Daher darf er erst einmal von dir lernen, wie in die Ruhe finden geht.
Schlafen ermöglicht Erholung und Verarbeitung des Erlebten. Das wirkt der Überforderung deines Welpen entgegen. Sein System kann während der Ruhepausen neue Energien mobilisieren, um überhaupt lernen zu können. Dafür braucht er natürlich Konzentration. Außerdem soll er sich das neu Erlernte ja auch langfristig merken können. Ruhe und Schlaf wirken also einer möglichen Überforderung deines Welpen entgegen. Erhöht seine Konzentrationsfähigkeit, so dass er sich Neues gut merken kann.
Kleine Hunde sind ständig dabei die Welt zu erkunden. Um deinem kleinen Neuling dabei zu helfen, dass es jetzt an der Zeit ist, eine Pause einzulegen, hilft es ihm, wenn er räumlich begrenzt wird.
Zum Beispiel kannst du ein Kindergitter anbringen oder eine Box aufstellen. Damit schränkst du den Bewegungsradius ein, und ermöglichst deinem Welpen in die Ruhe zu finden. Das vermittelt ihm zusätzlich Sicherheit.
Impuls 2: Aufmerksamkeit und Orientierung – Du als Vorbild
Dein Welpe schaut zu dir, um Orientierung und Sicherheit zu finden.
Prioritäten setzen, damit der Welpe versteht, was in eurem gemeinsamen Leben sinnvoll ist.
Betrachte Lernen als Spiel.
Kein Hirn lernt freudlos. Dein Welpe lernt am leichtesten, wenn er dabei Freude empfindet. Teilt ihr beide sie, ist das nicht nur ungleich schöner, sondern auch nachhaltiger.
Druck und Erwartungen führen zu Stress. Nichts, was du für deinen kleinen Schützling willst. Dein Welpe darf die Welt spielerisch und mit dir gemeinsam entdecken.
Impuls 5: Maßhalten und regelmäßige Reflektion
Qualität vor Quantität; Rhythmus und Tempo auf den Welpen abstimmen.
Wie lautet dein Resumee? Du lässt deinen Welpen einfach viel schlafen, denn dann kannst du ihm auch ganz viel Input zumuten? Irrtum! So würde er sich nichts Neues merken können, und er zudem furchtbar überfordert sein.
Welpen sind, genau wie du und ich, verschieden. Deswegen kann es auch hier keine allgemeingültigen Aussagen darüber geben, wieviele Eindrücke ein Welpe auf einmal verarbeiten kann. Das hängt von mehreren Faktoren ab.
Je nach Verhalten von deinem Welpen kannst du jedoch ganz gut einschätzen, wann es zu viel war. Reagiert er beispielsweise sehr aufgedreht, gestresst, unkonzentriert und kommt schlecht zur Ruhe, dann können das Anzeichen dafür sein, dass es zu viel war.
Es kann aber auch passieren, dass dein Welpe, einfach seinen Kopf vergräbt und nicht mehr hinschauen mag. Das kann von außen betrachtet erstmal entspannt wirken. Innerlich aber kämpfen diese kleinen Hunde mit der Situation.
Deswegen bitte ich dich, dein Feingefühl zu schulen. Es ist wichtig, dass du deinen Welpen genau beobachtest, um seine individuellen Zeichen der Anstrengung und Überforderung früh zu erkennen.
Für dich zum Mitnehmen
Damit es dir an dieser Stelle nicht zuviel wird, mach einfach eine Pause. Atme tief durch, verarbeite das Gelesene erst einmal.
- So kompliziert ist Welpenerziehung gar nicht, jedoch bewusst sollte sie erfolgen (wie alles andere auch!)
- Genieße diese so besondere Zeit des Kennenlernens und werde zum sozialen Vorbild für deinen Welpen.
- Gönn dir und deinem Welpen immer wieder Pausen.
- Nimm dir jeden Tag Zeit, um in deine Klarheit zu finden, was du für deinen Welpen und eure Beziehung langfristig erschffen möchtest.
- Stubenreinheit, Abgrenzung, alleine bleiben und Autofahren sollte dein Welpe, aus meiner Sicht, unbedingt lernen.
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